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Kater Karl der Beste I

Kater Kalle bei dem, was er am besten kann

Heute verstarb mit knapp 8 Jahren viel zu früh mein Kater namens Karl. Das sagt dem geneigten Leser dieser Seite vielleicht (noch) nicht viel, doch möchte ich diesen tollen Kater nun allen näher bringen. In Form eines 7-tägigen Trauer-Tagebuchs. Zum einen zur Selbstheilung zum anderen aber auch um anderen damit vielleicht zu helfen, ihre eigene Trauer zu verarbeiten. Im Gegensatz zu meinen anderen Texten wird das Ganze hier aber ziemlich ernst, auch wenn ich versuchen werde, Karls Leben zu feiern statt seinen Tod zu betrauern.

Zunächst einmal zum traurigen Teil: Karl ist nun tot, viel zu früh. Heute morgen gegen 10 Uhr in meinen Armen verstarb er friedlich schlafend beim Tierarzt, nachdem bei ihm am Montag Morgen ein Versagen der Leber festgestellt wurde. Das war zu viel.

Die letzten Monate

Denn Karl war ein Kämpfer, so kämpfte er bereits seit Ende November letzten Jahres gegen eine hartnäckige Blasenverstopfung, ausgelöst durch Struvit-Kristalle. Mal war die Blase zu, mal wieder offen, mal wieder zu. Das Problem schien behoben, nachdem Karl 2 Katheter, 3 Blasenspülungen, 4 Tierärzte und -Notdienste hinter sich hatte und leider viel zu viele Medikamente verabreicht bekam. Das einzig charmante an der Sache war die Halskrause, die Karl zusammen mit dem Katheter im Haus tragen musste. Er sah für mich immer aus wie eine kleine, grimmige Sonnenblume.

Kater Karl mit Halskrause
Kater Karl nach Tierarzt-Besuch im Sonnenblumen-Cosplay

Durch diesen Stau und Rückstau und wieder Stau wurden selbstredend leider auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen, was sich durch Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust und erhöhte Leber- und Nieren-Werte zeigte. Diese wurde bis zum Ende medikamentös bekämpft. Karl wog deshalb am Ende nur noch 3,5 kg, was für eine Katze seiner Größe und seines Alters nicht gut war. Wir versuchten von Montag bis Donnerstag noch einmal, ob eine Therapie vielleicht anschlagen würde, doch dem war leider nicht so.

Viel eher verkroch sich Karl abseits seiner Familie und verlebte still seine letzten Tage, so als würde er nicht wollen, dass seine Familie an ihn gebunden ist und mit ihm leiden muss. Er wirkte quasi auf seinen Tod gefasst, auch seine Katzenschwester Tuffi schien etwas zu ahnen. So war sie nicht so zickig zu ihm und ließ ihn walten und verwalten.

Karl – Kaiser, Kämpfer, Kater des Vertrauens

Für viele mag mein Karl nur eine stinknormale Europäische Kurzhaar-Katze gewesen sein, für mich war er jedoch mehr. Er war meine Familie, mein bester Freund, mein Bruder, der mir wie ein Hund überall hin folgte, immer mit seinem Miauzen mit mir kommunizierte und diskutiere und mich einfach ausgehalten hat, wenn ich am schlimmsten war. Er war auch derjenige, der mir in schlimmen Zeiten auch hinter dem Vorhang durch seine dynamische, unbekümmerte Art aufhalf. Und er war der, der mich im Bett immer am meisten durch seine Schmuserei blockierte. Doch ich liebte ihn auch dafür und werde ihn immer lieben.

Darum will ich in den nächsten 7 Tagen nicht nur für mich, sondern auch um ihn in Ehren zu halten, seiner Gedenken. Und das nicht durch bloßes Trauern, sondern durch die Erinnerung an die vielen tollen, unverhofften Momente, die mir mein kaiserlicher Kater Karl der Große verschaffte.

Danksagungen

Etwas abseits dieses ersten Textes möchte ich mich noch bei der Tierarztpraxis Magerfleisch bedanken, die bis zum Schluss Alles gegeben haben. Auch geht ein besonderer Dank an meine Mutter und ihren Freund Robert, meine Freundin und hoffentlich irgendwann Ehefrau Kasia, meinen Vater Ralf, sowie meine eBuddies Maik und Michi, die mir und somit Karl sowohl monetär aushalfen, als mein Hartz IV für weitere Behandlungen nicht reichte, als auch moralisch und emotional immer eine Stütze waren. Ich danke euch von Herzen!

Hier geht es zu Teil II des Trauer-Tagebuchs rund um Karl.

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